Institut für Medizinische Genetik
Angeborene Fehlbildungen der Extremitäten sind in ihrem Erscheinungsbild vielfältig und in ihrer Ursache äußerst heterogen. Für einen Großteil dieser Störungen ist aufgrund der meist bestehenden Symmetrie und insbesondere bei positiver Familienanamnese eine genetische Grundlage anzunehmen, die jedoch oftmals unbekannt ist. Ziel unserer Untersuchungen ist die Detektion von chromosomalen Imbalancen an einem klinisch gut dokumentierten Patientenkollektiv mit angeborenen Fehlbildungen der Extremitäten mittels Mikroarray-basierter komparativer genomischer Hybridisierung (Array-CGH).
Für die Analysen soll ein Oligonukleotid-Array mit der nach dem heutigen Stand der Technik höchstmöglichen genomweiten Auflösung (7-10 kb) eingesetzt werden. Über den Nachweis von Mikrodeletionen bzw. Mikroduplikationen bei betroffenen Personen hinaus ist die Identifikation von neuen krankheitsassoziierten Genen sowie deren weiterführende Charakterisierung und Klärung der Pathogenese über funktionelle Analysen geplant. Die Array-CGH bietet einen neuen und erfolgsversprechenden Ansatz, um bisher unbekannte Krankheitsgene bzw. Mutationsmechanismen zu identifizieren und im Weiteren deren Rolle im komplizierten Prozess der Musterbildung von Extremitäten zu untersuchen und verstehen zu lernen.
A microduplication of the long range SHH limb regulator (ZRS) is associated with triphalangeal thumb-polysyndactyly syndrome.
Ulnar-mammary syndrome with dysmorphic facies and mental retardation caused by a novel 1.28 Mb deletion encompassing the TBX3 gene.
Brachydactyly type A2 associated with a defect in proGDF5 processing.Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Charité - Universitätsmedizin Berlin
CC 17: Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin mit Perinatalzentrum und Humangenetik
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