Osteopetrose (ARO; ADOII)

Die Osteopetrose (Marmorknochenkrankheit) ist gekennzeichnet durch eine generalisierte Osteosklerose und Knochenbrüchigkeit unterschiedlichen Schweregrades. Am schwersten sind die Symptome bei der autosomal rezessiven infantil malignen Osteopetrose (ARO; MIM 611490; MIM259700). Durch die Verengung des Markraums kommt es zu einer Anämie und zu Hepato- und Splenomegalie. Die Verengung der Foramina des Schädels kann zur Schädigung der Hirnnerven führen, wobei der Sehnerv besonders oft und früh betroffen ist. In einen Teil der Patienten wird auch eine generelle Neurodegeneration beobachtet. Ohne Therapie durch Knochenmarktransplantation sterben die betroffenen Kinder meist vor dem Jugendlichenalter.

In den meisten Fällen wird die ARO durch Mutationen in den Genen ATP6V0A3 (TCIRG1) oder CLCN7 verursacht. Seltener kommen Mutationen in dem OSTM1-Gen vor.

Die autosomal dominante Osteopetrose (ADO) Typ II (MIM166600) zeigt im allgemeinen einen sehr viel milderen Verlauf und wird oft erst spät infolge von Frakturen erkannt. Anämie und Hirnnervenschädigungen sind sehr selten und das Gehirn ist nicht betroffen. Die Osteosklerose ist begrenzter, was radiologisch zu den typischen „Sandwich-Wirbeln“ führt.

Mutationen in CLCN7 sind für die ADO Typ II verantwortlich.

Analyseverfahren

Alle kodierenden Exons werden mittels PCR amplifiziert und sequenziert.

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