Regenerative Medizin

Was ist Regenerative Medizin?

Viele Erkrankung und Verletzungen gehen mit dem schleichenden Verlust von spezialisierten Zellen, Geweben oder Organen einher. So können beispielsweise Störungen im Zentralnervensystem zu motorischen Ausfällen führen, Verletzungen und Erkrankungen im Knorpel-und Knochenbereich körperliche Behinderungen bedingen und autoimmune Erkrankungen Stoffwechselstörungen herbeiführen. Eine Heilung ist in der Regel nicht möglich, so dass die Patienten auf konservative, medikamentöse Therapie angewiesen sind.

Die Regenerative Medizin untersucht die komplexen Vorgänge, die natürliche Regeneration bedingen, und hat zum Ziel, erkranktes Gebwebe zu heilen, es teilweise zu „rekonstruieren“ oder es bei seiner Regeneration zu unterstützen. Sie bedient sich dabei verschiedenener methodischer Ansätze: Stimulation der Selbstheilungsprozesse von außen durch Einbringung von Medikamenten, zellbasierten Produkten und Faktoren. Kultivierung und Entwicklung von Geweben außerhalb des Körpers (wie Hautzellen, Knorpelzellen, Nervenzellen), um sie dann in den Körper rück zu führen (Bsp. Tissue Engineering). Zell-basierte Therapien, um bestimmte Zellen in ihrer Wirkamkeit zu verbessern.Und die Selbstheilung und Wiederherstellung von betroffenem Gewebe oder Organen durch temporäre Entlastung.

Der technologisch Fortschritt in der Regenerativen Medizin erfordert die Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Chemikern und Medizinern, aber auch die Unterstützung der Sozialwissenschaften, der Ethik, nationalem und internationalem Recht, sowie Psychologie.

Das Institut für medizinische Genetik kooperiert mit dem Berlin Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien (BCRT), einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (undefinedBMBF) und der undefinedHelmholtz-Gemeinschaft geförderten Forschungszentrumam Standort Charité Virchow-Klinikum.

Für weitere Informationen: Homepage des undefinedBCRT